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Schurhammerschule

Lernstraßenkonzept der Schurhammerschule

Rahmenbedingungen

Organisation des Klassenzimmers
  1. Das Material zu den einzelnen Lernstraßen befindet sich in Regalen entlang der Klassenzimmerwände
  2. Die Regale sind zur besseren Unterscheidung farblich gekennzeichnet (Blau = Mathematik / Gelb = Deutsch)
  3. In den Regalen befinden sich die einzelnen Lernstraßen zu den jeweiligen übergeordneten Lerninhalten des Schuljahres. Die einzelnen Lernstraßen unterscheiden sich wieder farblich
  4. Die einzelnen Lernstraßen haben nummerierte Stationen, an denen sich die Kinder, einer Straße gleich, entlang arbeiten
  5. Im Klassenzimmer sind Teppiche vorhanden, auf denen die Kinder ihre Lernstraßenaufgaben bearbeiten können, und auf denen die Arbeiten, auch über die Arbeitsphase hinaus, liegen bleiben können
  6. Die Arbeit auf Teppichen ermöglicht einen schnelleren Wechsel von Sozial- und Arbeitsformen, als es allein an Tischen möglich wäre. Größere Arbeiten haben auf den Schülertischen auch nicht genug Platz
Anforderungen an das Material
  1. ansprechende Gestaltung
  2. hoher Aufforderungscharakter
  3. möglichst selbst erklärende Aufgaben
  4. Lernspiele
  5. offen und leicht zugänglich (Körbe, durchsichtige Schachteln…)
  6. eindeutige Markierung, damit klar ist wohin es gehört
  7. möglichst mit Selbstkontrolle
  8. Arbeitsblätter werden zu einzelnen Lernthemen gebündelt (Lernminis o.ä.)
  9. möglichst viele Sinne ansprechend
  10. Handlungs- und problemorientiertes Lernen fördernd
  11. Verschiedene Sozial- und Arbeitsformen integrierend
Dokumentation
  1. Die Schüler/innen bestätigen in ihrem Arbeitsplan (vgl. Mein Arbeitsplan, Cornelsen – Verlag) die Erledigung der einzelner „Stationen“.
  2. Die Lehrperson behält so den Überblick darüber, in welchem Lernbereich sich der jeweilige Schüler/die Schülerin „befindet“.
  3. Arbeitsblätter werden nach Kontrolle in den entsprechenden Ordnern abgelegt.
Differenzierung

Im Idealfall steht den Schüler/innen bereits zu Beginn der neuen Lernstraße, das komplette Arbeitsmaterial der Lerneinheit zur Verfügung. So kann sich jede/r in seinem/ihrem Tempo „durch die Lernstraße“ arbeiten. Er/sie kann an einzelnen Stationen verweilen, bis der Lerninhalt verstanden ist.

Bereiche, die er/sie bereits beherrscht, können nur kurz bearbeitet oder sogar übersprungen werden. So findet nicht nur eine Differenzierung nach Lerntempo, sondern auch nach Anspruchsniveau statt. Die Lehrperson hat bei der passenden Auswahl der Aufgaben eine große Verantwortung.
Bevor ein Schüler/eine Schülerin mit einer neuen Station beginnen kann, meldet er/sie sich bei der Lehrer/in zu einem Test an. Anhand des Ergebnisses entscheidet die Lehrer/in, ob der Schüler/die Schülerin „weitergehen“ darf, bzw. welche Aufgaben er/sie erneut üben muss.

Prinzipiell haben die Kinder freie Wahl, in welchem Fach sie an einer Lernstraße arbeiten wollen. Die Lehrpersonen haben jedoch die Verantwortung, dass auch ungeliebte Aufgaben von den Kindern erledigt werden, bzw. dass sie keine allzu großen Lücken/Defizite in einem Fach entstehen lassen.

Ein besonderes Augenmerk ist auch darauf zu legen, dass Kinder auch Aufgaben wählen, die für sie eine Herausforderung darstellen, anstatt fleißig bereits Begriffenes weiter abzuarbeiten.
Bei entsprechender personeller Ausstattung kann der Förderunterricht in die Lernstraßenarbeit integriert werden, so dass für die Förderkinder keine zusätzliche Unterrichtszeit anfällt.
Lernstandskontrollen und Lehrerprotokoll

Die Schüler schreiben am Ende jeder Lernstraße einen Test.
Wird im Test deutlich, dass das Kind Lerninhalte noch nicht verstanden hat, werden zusammen mit dem Kind geeignete Aufgaben zum Wiederholen in den Lernstraßen gesucht und bearbeitet.

Da die Schüler zu unterschiedlichen Zeiten schreiben, werden die kontrollierten Tests erst nach mit heim gegeben, wenn alle Schüler/innen diesen geschrieben haben. Das Datum der Tests wird im Arbeitsplan des Kindes notiert und die Eltern können diese in der Schule einsehen.

Die Lehrperson führt für jedes Kind bzw. für jede Lernstraße ein Protokoll, in dem der aktuelle Stand des Kindes vermerkt wird.
Zeitlicher Rahmen

Die Arbeit an den Lernstraßen kann durchaus zwei Unterrichtsstunden pro Vormittag umfassen.
Idealerweise unterrichtet der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin die Klasse in Deutsch und Mathematik, so kann die Lernstraßenzeit gut in den Unterrichtsvormittag eingebaut werden. Ist dies nicht der Fall, ist ein höherer Aufwand an Absprachen zwischen den Kolleg/innen nötig. Es ist nötig, dass jede/r Fachlehrer/in auch über die Aufgaben und die Intentionen des jeweils anderen Faches einen Überblick hat, damit er/sie als Lernbegleiter der Kinder wirksam werden kann.
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